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GOLDSTOUB

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ERLEBNISBERICHT EINER «GOLDSTOUB»-TEILNEHMERIN

Juli 2021 | Julia

Beim Stichwort "Hauskreis" werde ich auf verschiedene Arten getriggert. Im Idealfall ist es ein Ort, wo Leben und Glauben geteilt werden. In meiner Erfahrung mischt sich aber Unbehagen und das Gefühl, dass dort Menschen versuchen, mich zurecht zu biegen und in eine Person zu formen, die ich nicht sein will.

Trotz meiner Vorbehalte und schlechten Erfahrungen, sehne ich mich nach einem Ort, an dem ich mit anderen Christen austauschen kann. Also habe ich mich auf das Projekt «Goldstoub» eingelassen. Es ist kein klassischer Hauskreis, sondern ein Theologiekreis, in dem wir über verschiedene theologische Themen diskutieren. Dabei stellen wir uns auch immer wieder die Frage, wie das jeweilige Anliegen im Leben umgesetzt werden kann, und inwiefern es in unserem Alltag eine Rolle spielt.

Im Moment sind wir neun Leute. Wir treffen uns online einmal im Monat für ungefähr zwei Stunden. Wir sind alle recht verschieden, einige haben auch beruflich mit Theologie zu tun, andere sind einfach normale Gläubige, die mal mehr und mal weniger mit einem Thema anfangen können. Wir haben alle unsere Erfahrungen und Prägungen, und es ist uns wichtig, einander so zu lassen wie wir sind und von unserer Vielfalt zu profitieren.

Zu Beginn des Treffens bereitet jeweils jemand ein besinnliches Element vor. Das kann ein Gedicht, eine Meditation oder ein Song sein, einfach etwas, das uns hilft innerlich anzukommen, etwas herunter zu fahren und uns auf das Treffen fokussieren können. Ein anderes Mitglied schickt vorgängig einen Text, damit wir uns individuell mit dem Thema auseinandersetzen und uns darüber Gedanken machen können. Und dann reden wir einfach darüber, ergebnisoffen und ohne Zwang. Für mich ist es eine Horizonterweiterung; mir wird immer wieder bewusst, dass ich von verschiedenen Seiten auf ein Thema blicken kann. Es gibt nicht die eine Antwort, die für alle gleichermaßen gilt. Ich kann mich inspirieren lassen und merke, dass auch ich etwas zu sagen habe. Und ich schätze die Ansichten der anderen; sie machen mir Mut dranzubleiben, mein Leben zu reflektieren und weiter zu glauben.

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